Slowly Sideways

Wir über uns ...
Haben Sie sich einmal gefragt, was mit all den schönen Rallyeautos geschehen ist, die früher einmal Glanz und Glorien errungen haben, mit den Legenden der Rallyepisten vergangener Tage. Wo sind sie geblieben? Was machen sie heute? Die Antwort ist sehr ernüchternd, es haben kaum Autos die Vergangenheit überlebt. Der Werdegang eines schönen Werkswagen der siebziger Jahre ist folgender: Mit viel Liebe und Mühe in zahllosen Stunden Handarbeit von Spezialisten aufgebaut, wird er bei Weltmeisterschaftsrallies von einem der Starpiloten wie etwa Björn Waldegard oder Walter Röhrl gefahren. Um allerdings Ausfällen durch Materialermüdung vorzubeugen, wird er alsbald durch ein neues Auto ersetzt. Auch läßt die Karosse nach vielen tausend Kilometern auf schlechtem Schotter nach und wird weich. Das ausgediente stolze Rallyeauto dient dann in seiner zweiten Lebensphase als Test- und Trainingsauto für noch einige Monate dem Werk und wird mit möglichst wenig Pflege noch heftig ge(oder miß-)braucht.
Dann kommt der dritte Lebensabschnitt. Er wird vom Werk noch für gutes Geld an einen guten Tuner oder Importeur verkauft, der das Auto in seiner heimischen Meisterschaft einsetzt. Das dauert selten mehr als eine Saison, dann muß ein neuer her. Der alte kommt dann in seine vierte Lebensphase und wird vom Importeur an einen engagierten Privatfahrer verkauft, der seinerseits wiederum zahlreiche Rallies damit fährt.
Sollte unser ehemals stolzer Werkswagen nicht schon längst um einen Baum gewickelt worden sein oder sich mehrfach überschlagend einen Berg herunter gekugelt haben, um somit endgültig in der Schrottpresse zu landen, so folgt die fünfte Phase in seinem Leben. Er wird für wenig Geld an einen anderen Amateurfahrer verkauft, also von oben immer weiter nach unten gereicht, bis sich nichts mehr bewegt.
Aber trotzdem haben einige Autos überlebt und haben ihre Liebhaber gefunden, die sie liebevoll restaurieren und konservieren. Diese haben sich organisiert und zu der Interessengemeinschaft "slowly sideways" zusammengefunden. Alle gemeldeten Boliden sind fahrende Geschichtsbücher des Rallyesports, alles Einzelstücke, die mit viel Liebe am Laufen gehalten werden. Ersatzteile gibt es schon seit Jahren keine mehr. Trotzdem sehen die Besitzer nicht den Sinn ihres Hobbies darin, ein Einzelstück in der Garage stehen zu haben, sondern möchten dieses auch fahren und zwar am liebsten dort, wo sich diese Autos auch wohl fühlen, nämlich auf abgesperrten, kurvenreichen Sonderprüfungen mit möglichst wenig Schotter, um die Autos nicht von unten sandzustrahlen.
Diese Fahrzeuge sind viel zu schade, um damit ernsthaften Sport zu betreiben. Somit fahren sie als Vorauswagen der Rallies lediglich eine reine Demonstrationsfahrt, ohne sportlichen Anspruch und Wertung nach Bestzeiten. Die Fahrer sind oft ohne professionelle Beifahrer unterwegs einige fahren auch ohne Aufschrieb. Die Stars sind hier nur die seltenen Autos, nicht die Piloten.
Die PS - Boliden der wilden Gruppe B-Zeit sind mit am Start, Fahrzeuge, die 1986 kurzfristig verboten werden mußten, weil sie zu schnell und zu gefährlich wurden. Sie bilden Auswüchse einer Zeit, die der Ingenieurskunst noch freien Lauf ließ. Damals, zu Zeiten des legendären Audi Quattro, war der Allradantrieb noch in seinen Kinderschuhen und wie sagte Björn Waldegard einmal treffend. "Alle diese Gruppe B Autos hatten kein Handling, sie taugten nur zum Beschleunigen und Bremsen." Bei uns können diese Monster auch von Nicht-Profis in Würde gefahren werden.
Genießen Sie die Reise durch die Geschichte, die Formen von gestern, den Sound vergangener Tage. Und sollten Sie daheim in der Garage auch eine solche Rarität besitzen, so fahren sie doch mit, ohne Druck und ohne Stress. Hier das Wichtigste von slowly sideways in Kurzfassung:
- Unsere Demonstrationsfahrten sind streng nicht-sportlich und unterliegen damit auch nicht der aktuellen Sportgesetzgebung.
- Es gibt keine technische Abhahme, Abgas - oder Lärmvorschrift, auch Fahrerlizenzen sind nicht erforderlich.
- Während der Veranstaltung können Fahrer, Beifahrer und Autos getauscht werden und Teile der Strecke ausgelassen werden, wenn technische Probleme dies erfordern.
- Die Fahrzeuge müssen ordungsgemäß straßenverkehrsversichert sein, Helme sind auf den Wertungsprüfungen Vorschrift und moderne feuerfeste Overall zum eigenen Schutz empfohlen.
- Zugelassen sind Rallyeautos die große internationale Geschichte geschrieben haben und vom Zuschauer als solche wiedererkannt werden können. Ein Datenblatt (siehe Mitglieder) mit Geschichtszuordung wird von slowly sideways erstellt.
- Zugelassen sind Replikas und Originale bis Baujahr 1986. Ab Baujahr 1987 (Gruppe A) sind nur originale Werkswagen startberechtigt.
- Die zugelassenen Fahrzeuge müssen in restauriertem und gepflegten Zustand sein.
- Nicht zugelassen sind Straßenhomologationsmodelle und Fahrzeuge der Gruppe N.
- Die optische Erscheinung und Lackierung muss der des geschichtlichen Vorbildes entsprechen. Private Sponsoren sind nicht willkommen, werden aber geduldet, wenn ihre Gesamtfläche nicht größer ist als 50x50cm.
- Mitglied kann jeder werden, der ein entsprechendes Fahrzeug hat. Er wird per Email über neue Aktivitäten von slowly sideways informiert.
All about us ....
If you own one of rallyings classics of the past, but do not want to enter any kind of the numerous kinds of historic rallying with your collectors item, we have some news for you:Just imagine you own one of Sandro Munaris Lancia Stratos or Hannu Mikkolas Audi Quattros what would you do with this car. Even if it was eligible, you would not enter historic rallying with it. You could drive it on a race track, there it would not get damaged, but it would not feel good. Rally cars are not made for racetracks. To use it for a weekend drive in the countryside, no way. To leave it parked in the garage? How boring.
We have news for you. During the course of a year we organise a few demonstration events for collectors rally cars. We use a few selected stages of current events and drive about one hour before the first real competitor over these stages. These stages are carefully chosen - nice tarmac with almost no gravel- to suit our cars and not damage them. But they are proper closed stages with lots of demanding bends. There is strictly no competition, everyone drives at the speed he feels safe to do and in respect towards each other. Björn Waldegard is one of our regular guest driver and said once: The difference to rallying is here that everyone drives with each other, not against each other. You can recce the event and go full swing with pace notes, but you do not have to, it could also be a gentlemans drive. If you have a problem with your car you can even service it and rejoin later. And all this in a friendly athmosphere without the pressure of competition and sets of regulations. But if you need to collect fame and cups, it is the wrong thing to do. In our group the cars are the stars, not the drivers.
- Our demo drives are strictly non-sporting and therefore not subject to any sports regulations.
- There is no technical scrutineering, noise check etc. and no competition licence is required.
- Thus during the course of the event drivers and cars can be changed and parts of the route can be omitted to rejoin later.
- Cars need to be road traffic insured and the use of helmets and fireproof overalls is recommended due to safety reasons.
- Entry is reserved for rally cars only, no street homologation models.
- Cars must be in restored condition and represent the international history of rallying, being built until and including 1986.
Cars built after 1986 (Group A) must be original works cars only.
- Optical appearance must be original, private sponsors are not welcome and their size is limited to a space not exceeding 50x50cm in total.
- Cars do not need to be an original, replicas are also welcome.
- Entries close about 4 weeks before each event.
Webdesign: Norbert Kettenhofen
Letzte Aktualisierung: 11.03.2010 22:30






