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Auf der ersten Runde der Nachmittagsprüfungen mit wechselnden Witterungsbedingungen auf den Eifel-Klassikern ‚Wacholderheide’, ‚Vulkaneifel’ und ‚Lehwald’ wurde das Klassement noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt. Olaf Dobberkau verteidigte zwar die Führung, liegt im Porsche 911 GT3 aber nur noch 9,6 Sekunden vor Sandro Wallenwein im Subaru. Aus dem Kampf um den Gesamtsieg ausgeschieden sind Hermann Gaßner junior und Tabellenleader Peter Corazza. Gaßner beschädigte sich das rechte Hinterrad und Corazza parkte unfreiwillig in einem Graben. Es bleibt spannend in der Eifel, der Kampf um den Sieg wird wohl erst in der letzten Prüfung entschieden.
Peter Corazza / Ronald Bauer (Mitsubishi Lancer E7)
„Lieber abgeflogen als wie ein Mädchen gefahren! Aber im Ernst, wir wollten im ‚Lehwald’ attackieren und sind dabei in einen Graben gerutscht. Sofort waren die Fans wie die Ameisen ums Auto und haben uns wieder auf die Strecke geschoben. Da der Ladeluftkühler beschädigt war, konnten wir nur mit reduzierter Leistung ins Ziel fahren und haben gut eineinhalb Minuten verloren. Hoffentlich können meine Jungs den Schaden im Service reparieren.“
Hermann Gaßner junior / Kathi Wüstenhagen (Mitsubishi Lancer E9)
„An einem Abzweig auf WP 8 ist der Lancer hinten angeschlagen. Ich habe danach nur noch Wiese gesehen, bei dem Ausritt riss der Querlenker ab. Ich sag’s mal so: Dran ist noch alles am Auto – nur nicht unbedingt an der richtigen Stelle. Wir sind dann irgendwie durch die verbleibenden Prüfungen durchgekommen – aber das Tempo war natürlich unterirdisch. Was soll man da sagen? Schade – aber so etwas gehört zum Rallyesport dazu.“
Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Subaru Impreza N15)
„Keine Ahnung wie das weitergeht. Wir sind 9,6 Sekunden hinter Olaf (Dobberkau), haben aber nach hinten etwas Luft. Wahrscheinlich gehen wir deshalb bei der Reifenwahl auf die sichere Seite. Der Kampf mit Olaf wird sich eh erst auf der allerletzten Prüfung entscheiden.“
Olaf Dobberkau / Alexandra König (Porsche 911 GT3)
„Die letzte WP dieser und der letzten Schleife ist Lehwald mit rund 20 Prozent Schotteranteil. Dort verlieren wir die Zeit. Ich schätze, dass wir einen 25-Sekunden-Vorsprung benötigen, wenn wir gewinnen wollen. Mit anderen Worten: Wenn es auf den ersten beiden WPs der letzten Schleife nass ist, dann sind wir verraten und verkauft. Wenn nicht, dann geben wir alles. Und wenn wir am Schluss eine einzige Sekunde vorne liegen haben wir auch gewonnen.“
Hermann Gaßner / Siggi Schrankl, (Mitsubishi Lancer Evo X)
„Das war die erste DRM-Bestzeit im neuen Evo X. Aber es lag wohl mehr an einer optimalen Reifenwahl auf der WP Lehwald im Regen. Aber wir sind nicht mehr so weit von den anderen weg wie wir es schon mal waren.“
Carsten Mohe / André Kachel (Renault Clio R3)
„Die mangelnde Wettbewerbspraxis nach zwei Monaten Pause macht sich bei mir bemerkbar. Das Auto könnte sicherlich mehr, aber das Risiko, dieses Tempo zu fahren ist mir zu groß. Schließlich hab ich für dieses Jahr schon drei Ausfälle.“
Aaron Burkart / Michael Kölbach (Suzuki Swift S1600)
„Auf WP 8 hatten wir Regen und waren mit Slicks unterwegs: Eine ungünstige Kombination. WP 9 war trocken: Da sind wir prompt die vierte Zeit im Gesamtklassement gefahren. Auf WP 10 haben es mit einer Mischung aus weichen Slicks vorne und Intermediates auf der Hinterachse probiert. Wir kamen quer und sind vor der Einfahrt in die zweite Runde den Holweg runtergerutscht. Das hat uns einen Platten eingebracht und jede Menge Zeit gekostet. Das Duell mit Thiry ist damit beendet. Als Trost bleibt uns immerhin, dass wir einen erfolgreichen Test absolviert haben und wir öfters vor Thiry lagen als er vor uns.“
Bruno Thiry / Niclas Gilsoul (Citroen C2R2max)
„Nicht schlecht, ich bin sehr zufrieden mit dem vierten Platz, auch wenn ich durch eine eitrige Zahnentzündung etwas gehandicapt bin. Das Wetter ist typisch, wie bei den Rallyes bei uns in Belgien. Jede Prüfung anderes Wetter. Wir waren mit den Reifen und Ersatzreifen gut aussortiert, leider ist aber auf der Lehwald-Prüfung die Gegensprechanlage ausgefallen. .“










